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Leclanché kündigt neues Lithium-Batteriemodul an

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  • Leclanché kündigt neues Lithium-Batteriemodul an

    Leclanché kündigt neues Lithium-Batteriemodul anDer Schweizer Batteriehersteller Leclanché hat eine neue Generation von Lithium-Ionen-Modulen für energieintensive elektrifizierte Transportanwendungen auf Straße, Schiene und Wasser entwickelt und gleichzeitig eine neue Produktionslinie für die Modul-Großfertigung in der Schweiz eingeweiht.

    Die neuen Module, genannt M3, haben laut Leclanché eine höhere Energie- und Leistungsdichte als die Vorgängergeneration und weisen eine lange Lebensdauer von bis zu 20.000 Zyklen bei Lithium-Titanat-Chemie (LTO) bzw. bis zu 8.000 Zyklen bei Graphit/Nickel-Mangan auf Kobaltoxidchemie (G/NMC). Die neuen Module sind für bis zu 800 A Dauerstrom bis 1.200 Volt ausgelegt und sollen laut Leclanché „ein hohes Maß an Flexibilität bei der Produktkonfiguration ermöglichen und gleichzeitig Produktionseffizienz und Rückverfolgbarkeit gewährleisten“.

    Das Schweizer Unternehmen hat das M3-Modul für Fahrzeuge entwickelt, die eine hohe Zyklenlebensdauer erfordern, wie beispielsweise Nutzfahrzeuge, Bahn- und Schiffsanwendungen. Leclanché sieht die G/NMC-Version mit höherer Dichte hauptsächlich in Transportanwendungen und die LTO-Version, wo schnelle Zwischenladungen erforderlich sind, „wie in bestimmten Bus- und AGV-Anwendungen (Automated Guided Vehicles) und in Hybrid-Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen, die in bestimmten“ Lkw und Züge“, so das Unternehmen.

    Das neue Modul ist mit der gesamten Palette der Leclanché-Zellen kompatibel – LTO 34Ah, G/NMC 60Ah und G/NMC 65Ah. Letztere hatte das Unternehmen erst im April vorgestellt . Hergestellt wird es am deutschen Standort in Willstätt. Gegenüber der 60-Ah-Zelle des Unternehmens soll sie zehn Prozent mehr Energie und eine zehn Prozent höhere Energiedichte (bis zu 515 Wh/l) liefern – bei gleicher Größe und gleichem Gewicht.

    Neben dem M3-Modul gab Leclanché die Inbetriebnahme einer neuen Modulserienfertigungslinie in einem neuen Werk in der Nähe seines derzeitigen Hauptsitzes in Yverdon-Les-Bains bekannt. Es wird eine Produktionskapazität von bis zu 500 MWh pro Jahr haben, was die derzeitige Kapazität um das Sechsfache erhöht. Im Vollbetrieb soll die Linie eine Leistung von mehr als 60.000 Modulen pro Jahr erreichen, so das Unternehmen. Im vierten Quartal 2021 plant der Hersteller, seinen Hauptsitz in das gleiche Gebäude zu verlegen.

    Laut Leclanché ist die hochautomatisierte Produktionslinie das Ergebnis einer Kooperation mit Comau Spa, einem Anbieter von Industrieautomation und Robotersystemen mit Sitz in Turin, Italien, der zur Stellantis-Gruppe gehört. Die Linie sei kapazitätserweiterbar ausgelegt, betont der Hersteller, der sich selbst als eines der wenigen Unternehmen bezeichnet, das in Europa sowohl Zellen als auch Module in großem Maßstab herstellt.

    „Der heutige zweifache Meilenstein ist das Ergebnis langfristiger Planung, Forschung und Entwicklung und erheblicher Investitionen, die von unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Interessengruppen ermöglicht wurden“, sagte Anil Srivastava, CEO von Leclanché. „Wir sind unseren Kunden und Geschäftspartnern besonders dankbar, die mit uns zusammengearbeitet und uns zur Innovation und Bereitstellung dieser nächsten Generation von Batterietechnologie gedrängt haben, die zur Transformation von Transport und Energieeffizienz beitragen und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen vorantreiben wird.“

    Im vergangenen Sommer hat der in der Schweiz börsennotierte Batteriehersteller eine Partnerschaft mit der von Polen aus operierenden Eneris Group bekannt gegeben und sich gleichzeitig strategisch neu aufgestellt. Unter anderem gründeten die Partner zwei Produktions-Joint-Ventures, eines in Deutschland für die Produktion von Zellen und das andere in der Schweiz und Polen für die Montage von Modulen. Ein Drittel wurde im Sommer auch für Frankreich in Erwägung gezogen. Grundsätzlich ist Leclanché in drei Geschäftsbereiche organisiert: stationäre Speicherlösungen, E-Transportlösungen und dedizierte Batteriesysteme.

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