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3-D-Displays im Fahrzeugcockpit

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  • 3-D-Displays im Fahrzeugcockpit

    Mit einer dreidimensionalen Darstellung können Informationen schneller erfasst werden als auf herkömmlichen Bildschirmen. Im Automobilbereich führt dies zu einer erheblichen Erhöhung der Sicherheit: Dank der Tiefenwirkung der Anzeige nimmt der Fahrer wichtige Informationen - etwa von Assistenzsystemen oder einer Staumeldung - viel schneller wahr. Bosch stellt die Grundlagen der 3-D-Technik vor und zeigt mögliche Anwendungsfelder auf.

    Abbildung 5 Werkzeugkette zur Erstellung von Prototyp-3-D-HMI-Inhalten mit Standardwerkzeugen: Szene eines virtuellen 3D-Clusters (oben, Autodesk 3ds Max) und RGB-Bild und dessen aus der 3D-Szene gerenderte Tiefenkarte (unten, dargestellt als After Effects Composition) (© Bosch, Adobe After Effects, Autodesk 3ds Max)





    Wertvolle Fahrerassistenz

    Noch vor einigen Jahren waren Cockpit-Displays exklusiv für das Segment der Luxusautos. Heute sind sie in allen Fahrzeugklassen in zunehmender Anzahl und Größe ein Standardmerkmal und Kernelement für die Interaktion über die Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI). Displays unterstützen den Fahrer und andere Passagiere durch intuitive Grafiken und Interaktionskonzepte und sind ein wertvolles Differenzierungsmerkmal für Automobilhersteller. In einem von Hochtechnologie geprägten Marktfeld sind 3-D-Displays ein Muss: Sie werden dazu beitragen, zukünftige Cockpits organisierter und intuitiver zu gestalten und damit das Fahren sicherer zu machen. Im Folgenden werden die Grundlagen der Technologie aufgezeigt und ein Überblick über Anwendungsfälle und Best Practices für das HMI-Design gegeben.


    Menschliche Tiefenwahrnehmung

    Das menschliche Sehsystem liefert ein mentales Modell der 3-D-Welt um uns herum. Die Tiefenwahrnehmung wird durch verschiedene Hinweise unterstützt. Monokulare Hinweise, wie die Bewegungsparallaxe, oder perspektivische und bildliche Informationen, wie Schatten oder Farbverläufe, helfen unserem visuellen System mit Tiefeninformationen, wenn nur ein Auge benutzt wird, oder wenn eine normale 2D-Anzeige betrachtet wird. Binokulare Cues liefern Tiefeninformationen, wenn eine Szene mit beiden Augen betrachtet wird. Der wichtigste binokulare Hinweis ist die Stereopsis. Der Effekt der Stereopsis lässt sich leicht veranschaulichen: Wenn eine Person einen Stift nimmt, die Hand ausstreckt und den Stift vor einen Hintergrund hält (z.B. ein Display, wie in Abbildung 1 dargestellt) und dann den Stift abwechselnd mit einem geöffneten Auge betrachtet, während das andere Auge geschlossen ist, nimmt sie wahr, wie der Stift horizontal in Bezug auf den Hintergrund "springt". Wenn der Abstand zum Hintergrund gering ist, ist auch der Betrag der horizontalen Verschiebung gering. Dementsprechend hängt das Ausmaß der Verschiebung von der Tiefendifferenz zwischen dem Stift und dem Hintergrund ab. Dieser Effekt wird parallaktische Verschiebung genannt. Er wird durch den Abstand zwischen den Augen verursacht, der zu einer etwas anderen Perspektive des Objekts führt. Die beiden Bilder des rechten und linken Auges (Stereobildpaar) verschmelzen schließlich im menschlichen Sehsystem zu einem Bild.
    Abbildung 1 Parallaktische Verschiebung zwischen Blick auf das linke und rechte Auge (© Bosch)

    Abbildung 1
    Parallaktische Verschiebung zwischen Blick auf das linke und rechte Auge (© Bosch)




    3-D-Displays bieten durchweg eine technologische Lösung für die Anzeige von Stereobilderpaaren mit Objekten, die im Verhältnis zu ihrer relativen Tiefe verschoben sind, um das Tiefensehen zu stimulieren. Im Detail unterscheiden sie sich in der technologischen Umsetzung.


    Autostereoskopische 3D-Displays

    Die einfachste Lösung zur Stimulierung des Tiefensehens ist ein konventionelles 3-D-Display, das in Kombination mit einer Brille, die nur einen Blick auf ein Auge filtert, linke und rechte Ansichten ausstrahlt. Offensichtlich ist die Notwendigkeit einer speziellen Brille ein großer Nachteil. Alternativen sind autostereoskopische Displays, die je nach Betrachtungswinkel unterschiedliche Ansichten bieten. Häufig werden stereoskopische Bildpaare mit Hilfe der Parallaxenbarrieretechnik erzeugt, Abbildung 2. Solche 3-D-Displays bestehen aus einem konventionellen bildgebenden Flüssigkristalldisplay (LCD) mit Farbfilter, an das ein weiteres monochromatisches LCD-Panel (als schaltbare Parallaxenbarriere verwendet) optisch angeklebt ist. Das Barriere-LCD zeigt abwechselnd transparente und lichtblockierende vertikale Streifen. Dadurch entstehen auf dem bildgebenden LCD durch die leicht unterschiedlichen Blickrichtungen des rechten und linken Auges zum Bildschirm hin zwei miteinander verflochtene Sichtbereiche. Auf dem LCD-Bildschirm werden zwei nahezu identische Bilder angezeigt, wobei die Objekte je nach ihrer Tiefe horizontal verschoben sind. Dadurch wird eine Tiefensicht erzeugt. Eine relative Änderung der Position des Betrachters vor dem Bildschirm wird durch eine horizontale Verschiebung des Sperrmusters korrigiert. Für eine qualitativ hochwertige Anzeige muss die Augenposition des Beobachters (d.h. die Blickrichtung) durch ein räumlich ultrapräzises und echtzeitbasiertes Eye-Tracking-System verfolgt werden, was folglich zu anspruchsvollen Systemanforderungen führt.
    Abbildung 2 Autostereoskopische Anzeige auf Basis der Parallaxenbarriere (© Bosch)

    Abbildung 2 Autostereoskopische Anzeige auf Basis der Parallaxenbarriere (© Bosch)




    Abgesehen von den technologischen Herausforderungen ist der größte Nachteil solcher Systeme ihre Optimierung für nur einen verfolgten Beobachter. Eine Implementierung in einem Cluster-Display beispielsweise führt zu einer optimierten Leistung für den Fahrer, während der 3-D-Effekt von Fahrgästen mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Display nicht erkannt wird. Darüber hinaus verursacht die dynamische Parallaxenbarriere oft störende optische Artefakte wie Bildflimmern, das für nicht verfolgte Beobachter sichtbar ist. Ein weiterer großer Nachteil ist das durch die Barriere verursachte lichtblockierende Arbeitsprinzip, das zu einer sehr hohen Leistungsaufnahme führt, um die Luminanzverluste zu kompensieren.


    Multi-View-Technologie für Automobilanzeigen

    Fortschrittliche Multi-View-Technologie wird dazu beitragen, die Nachteile der auf Eye-Tracking basierenden Systeme zu überwinden. Darüber hinaus nutzt sie die Vorteile hochauflösender Bildschirme durch überschüssige Pixel, um Tiefe zu erzeugen, anstatt sie zu nutzen, um die Auflösung über ein Niveau zu erhöhen, das vom menschlichen Auge nicht mehr aufgelöst werden kann. Kürzlich gingen Bosch und Stream TV Networks Inc. eine Partnerschaft ein, die darauf abzielt, die hochwertige Multi-View-Display-Technologie des Unternehmens für die nächste Generation von 3D-Displays für die Automobilindustrie zu industrialisieren.

    Die Multi-View-Technologie ermöglicht es, den Kopf vor dem Display zu bewegen und dennoch eine gute und natürliche stereoskopische Sicht zu erhalten. Daher funktioniert sie völlig ohne die Notwendigkeit eines Blickverfolgungssystems. Folglich ist sie nicht auf die Anzahl der Beobachter beschränkt. Wie in Abbildung 3 dargestellt, wird bei dieser Technologie eine refraktive optische Schicht auf dem LCD-Display aufgebracht, die den beiden Augen über einen weiten Betrachtungswinkel eine Reihe verschiedener Ansichten bietet. Diese brechende Schicht verteilt das von der LCD-Anzeige emittierte Licht in horizontaler Richtung neu, anstatt die Lichtemission zu blockieren. Die tatsächliche Richtung der Lichtstrahlen wird durch die Lage der refraktiven Struktur in Bezug auf die Sub-Pixel bestimmt. Sub-Pixel, die einer optischen Achse zugeordnet sind, werden in der gleichen Richtung gebrochen. Dieser Effekt wird genutzt, um die verschiedenen Ansichten zu erzeugen, während die Abbildungsinformation eines Pixels (Tripel von R, G, B) räumlich auf nicht benachbarte Sub-Pixel verteilt wird (Rendering). Da es mehrere Freiheitsgrade für die Kombination von Sub-Pixeln in einer Ansicht gibt, ist eine ausgewogene Kombination aus optischem Design und Rendering-Algorithmus der Schlüssel zur Erzielung einer qualitativ hochwertigen Multi-View-Anzeige, die sich durch eine natürliche Tiefensicht auszeichnet.
    Abbildung 3 Autostereoskopische Anzeige auf Basis der Mehrfachansichttechnologie (© Bosch)

    Abbildung 3 Autostereoskopische Anzeige auf Basis der Mehrfachansichttechnologie (© Bosch)





    Systemkonzept für eine Mehrfachansicht-Anzeige

    Zur Steuerung der Anzeige ist eine Multi-View-Rendering-Funktion erforderlich. Diese Funktion nutzt die detaillierte Kenntnis der optischen Ebene, um die jeweiligen Bilddaten an den richtigen Subpixelsätzen zu positionieren. Die Eingabe in die Rendering-Funktion besteht aus einem regulären RGB-Bild, das mit einer Tiefenkarte "angereichert" wird, die beide von der HMI-Anwendung bereitgestellt werden. Auf diese Weise wird die Farbe für jedes Pixel sowie seine Tiefe relativ zur Anzeige definiert. Farben werden typischerweise in 24-Bit-Farbtiefe kodiert, während für die Tiefenkarte eine 8-Bit-Grauskala (entsprechend 256 diskreten Schichten) verwendet wird. Ein Vorteil ist, dass nur die Hälfte der vertikalen und horizontalen nativen Displayauflösung übertragen werden muss. Abbildung 4 stellt die Signalkette des Systems dar.
    Abbildung 4 Vereinfachtes Systemkonzept in einer Automobilumgebung mit zentraler Rechnerarchitektur (© Bosch)

    Abbildung 4 Vereinfachtes Systemkonzept in einer Automobilumgebung mit zentraler Rechnerarchitektur (© Bosch)





    Diese Rendering-Funktion ist ein ziemlich rechenintensiver Vorgang, der als eine große Pixel-Pipeline angesehen werden kann, die in Echtzeit läuft. Daher führt sie nur eine kurze Signalverzögerung ein, wie sie für die Bildung einer Anzahl von Videozeilen erforderlich ist. Die Rendering-Funktion ist auch für die abschließende Hochkonvertierung auf die native Bildschirmauflösung verantwortlich. Sie wird typischerweise in einem Field Programmable Gate Array (FPGA) oder einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung (ASIC) implementiert. Dank dieser ausschließlich hardwarebasierten Implementierung wird das zentrale Graphics Processing Unit (GPU)-System nicht mit der Aufgabe betraut, und die Funktion benötigt keine externen Speicher.

    Die Verwendung des Bildes und der Tiefe als Schnittstellenformat ermöglicht eine einfache Anpassung des vom Betrachter wahrgenommenen Tiefengrades, um individuelle Tiefenpräferenzen zu berücksichtigen. Durch einfache Anwendung eines Verstärkungsfaktors auf das Tiefensignal wird der vom Display angezeigte Tiefenwert von 0 bis 100 % angepasst. Dieser Faktor kann vom Fahrer gesteuert werden oder wird vom System automatisch eingestellt.

    Tabelle 1 listet die Hauptparameter eines ausgewogenen, von Bosch entwickelten Display-Designs auf, das für eine Cockpit-Anwendung eine sehr gute und erprobte visuelle Leistung zeigt und für den Einsatz im Automobil realisierbar ist.



    Tabelle 1: Vorgeschlagene Spezifikationen für ein Automobildisplay (© Bosch)
    Beispielhafte Systemeigenschaften
    LCD-Technologie LTPS (polykristallines Niedertemperatursilicium)
    Diagonale und Seitenverhältnis 12,3 ", 8: 3, Landschaft
    Pixeldichte 420 ppi
    Native Panel-Auflösung 4800 Pixel mal 1800 Zeilen
    Übertragenes HMI-Signal 2400 Pixel mal 900 Zeilen
    Luminanz > 800 cd / m 2
    Betrachtungsabstand 0,6-0,9 m

    Erstellung von 3-D-HMI-Inhalten

    Für die Erstellung von Inhalten für Multi-View-Systeme gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: entweder durch die Modellierung einer 3D-Szene mit mehreren, räumlich verteilten Kameras, die aus verschiedenen Richtungen blicken, gefolgt von der softwarebasierten Darstellung der aufgenommenen Szene in den Pixeln, oder - wie bei der hier vorgestellten Technologie - durch die Erzeugung von genau einem RGB-Bild und der entsprechenden Tiefenkarte.

    Ein großer Vorteil der letztgenannten Methode besteht darin, dass 2D-basierte kreative Werkzeuge wie Adobe Photoshop oder Adobe After Effects zur Erstellung von Inhalten verwendet werden können, anstatt sich auf einen Aufbau von virtuellen (oder sogar realen) Kameras zu verlassen. Daher ist es bei der Erstellung von Prototyping-Inhalten möglich, buchstäblich eine "handgezeichnete" Tiefenkarte zu erstellen. Im Idealfall kann man auch bei Null anfangen und klassische 3D-Animationswerkzeuge wie Autodesk 3ds Max verwenden. Solche Werkzeuge sind in der Lage, Tiefeninformationen automatisch zu generieren. Darüber hinaus ermöglichen sie es, sich bereits in einer virtuellen 3D-Welt zu bewegen, wie sie später für die Produktion von seriellen HMIs verwendet wird. Abbildung 5 zeigt, wie das RGB-Bild und die entsprechende Tiefenkarte von einem 3-D-Werkzeug aus einer 3-D-Szene erzeugt wurden.
    Abbildung 5 Werkzeugkette zur Erstellung von Prototyp-3-D-HMI-Inhalten mit Standardwerkzeugen: Szene eines virtuellen 3D-Clusters (oben, Autodesk 3ds Max) und RGB-Bild und dessen aus der 3D-Szene gerenderte Tiefenkarte (unten, dargestellt als After Effects Composition) (© Bosch, Adobe After Effects, Autodesk 3ds Max)

    Abbildung 5 Werkzeugkette zur Erstellung von Prototyp-3-D-HMI-Inhalten mit Standardwerkzeugen: Szene eines virtuellen 3D-Clusters (oben, Autodesk 3ds Max) und RGB-Bild und dessen aus der 3D-Szene gerenderte Tiefenkarte (unten, dargestellt als After Effects Composition) (© Bosch, Adobe After Effects, Autodesk 3ds Max)




    Die Generierung von Prototyp-Inhalten ist besonders in der frühen Entwurfsphase wichtig. Eine sofortige Validierung von Designkonzepten direkt auf dem 3D-Display hinsichtlich des Tiefeneindrucks ist möglich - lange bevor die umfangreiche Entwicklung von seriellen HMIs beginnt. Auch populäre Echtzeit-Engines wie Unity werden durch direktes Plug-and-Play auf dem 3D-Display unterstützt. Dadurch wird es möglich, die Lücke zwischen der Design- und Validierungsphase und der Serienentwicklung so weit wie möglich zu schließen, da während des gesamten Designprozesses technisch ähnliche Software-Werkzeuge eingesetzt werden. Typischerweise verwendete Entwicklungsumgebungen (z.B. Candera) sind bereits in der Lage, das erforderliche RGB-Bild zusammen mit seiner Tiefenkarte zu liefern.


    Design-Regeln

    Bei der Erstellung von 3D-HMIs hat die Erfahrung gezeigt, dass es nicht notwendig ist, alle 256 verfügbaren Schichten gleichzeitig zu verwenden. Vielmehr reicht es aus, den Inhalt in wenigen, klar getrennten Schichten zu strukturieren, um einen überzeugenden 3D-Eindruck zu erzeugen. Eine weitere Verfeinerung ermöglicht es, Objekte mit einer Verblasstiefe auszudrücken (Darstellung wirklich dreidimensionaler Objekte). Dies ist in Abbildung 6 dargestellt, die eine 3-D-Szene zeigt, in der Tiefenschichten durch unterscheidbare Helligkeitsstufen des Graustufenbildes deutlich sichtbar sind, während die Straße schön in die Ferne ausblendet.
    Abbildung 6 Gliederung der 3D-HMIs in Vorder-, Mittel- und Hintergrund (links) und Schichtung der Tiefen über Graustufen (rechts) (© Bosch)

    Abbildung 6 Gliederung der 3D-HMIs in Vorder-, Mittel- und Hintergrund (links) und Schichtung der Tiefen über Graustufen (rechts) (© Bosch)





    Eine bewährte Methode ist die Strukturierung einer 3D-Szene in Vorder-, Mittel- und Hintergrundebene - vergleichbar mit klassischen Bühnenbildern. Im Vordergrund können priorisierte Fahrerinformationen dargestellt werden, z.B. Reisegeschwindigkeit, Manövrier- oder Warnschilder, während der Mittelgrund gut geeignet ist, um geschichtete Informationen wie Fahrerassistenzsysteme (Abstands- oder Spurassistenten), dreidimensionale Navigationskarten oder Elemente eines Coverflows darzustellen. Im Hintergrund werden je nach aktuellem Kontext ambiente oder dekorative Gestaltungselemente eingesetzt, zum Beispiel Landschaftsszenerien wie Berge, Himmel oder städtische Umgebung.

    Neben der Strukturierung der Inhalte durch Tiefenschichten ist die Verwendung von bildlichen Tiefenmarkierungen eine bewährte Methode, um in der Praxis einen angenehmen Tiefeneindruck zu erzielen. Schatten, perspektivische Ansichten, Änderung von Helligkeits- oder Farbsättigungsstufen in Abhängigkeit von der Tiefe sowie das systematische Hinzufügen von Unschärfe unterstützen die Erzeugung eines natürlichen und konsistenten Tiefeneindrucks passend zu mentalen Modellen.

    Im Gegensatz zu eher statischen Szenen ist es vorteilhaft, die 256 Tiefenebenen für Animationen oder dynamische Inhalte zu nutzen. Dies kann z.B. zur Priorisierung von Informationen wie Warnschildern genutzt werden, die kontinuierlich vom Hintergrund in den Vordergrund springen.



    Ausblick

    Folglich sind 3-D-Displays im Cockpit gut geeignet, um fahrerzentrierte HMI-Inhalte zu organisieren und die Erkennung kontextrelevanter Informationen zu unterstützen. Für die Zukunft sieht Bosch die Möglichkeit, dass 3-D-Displays zur Verbesserung der Fahrsicherheit beitragen können, indem sie 2-D-basierte digitale Seitenspiegel ersetzen und eine optimierte Tiefenschätzung der dargestellten Umgebung ermöglichen. Das Systemkonzept erlaubt die einfache Kombination von realen und virtuellen Inhalten (Mixed Reality). Dadurch ist es z.B. möglich, Objekte im Spiegel durch Bildanalyse in kritischen Situationen hervorzuheben.

    Neben den funktionalen Aspekten übt die verbesserte User Experience regelmäßig eine besondere Faszination auf den Betrachter aus. Darüber hinaus unterhalten 3-D-Displays die Fahrgäste bei langen Fahrten mit einem 3-D-Film und sind somit eine wertvolle Ergänzung der Ausstattung von autonomen Fahrzeugen.

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